Veranstaltungstermine 2026 - Museum & andere
Achtung: für alle hier aufgeführten Termine gilt: informieren sie sich bitte unmittelbar vor den Veranstaltungen bei den Organisatoren, ob die Treffen oder Veranstaltungen stattfinden werden.
Alle Angaben ohne Gewähr...
Ostpreußisches Landesmuseum Lüneburg
Sonntag, 12. Januar, 14 Uhr, 1,50 Euro, zuzüglich Museumseintritt: Kunst und Kultur in Ostpreußen – die Höhepunkte der Sammlung. Führung durch die Dauerausstellung mit Dr. Gisela Aye. In der Sonntagsführung führt Dr. Gisela Aye mit besonderem Blick durch die Dauerausstellung des Ostpreußischen Landesmuseums. Die sakralen und profanen Höhepunkte werden in den verschiedenen Bereichen vorgestellt. Die bedeutende Königsberger Kunstakademie, die viele berühmte Künstler hervorgebracht hat, aber auch Einzelphänomene wie Käthe Kollwitz und Lovis Corinth können näher betrachtet werden und viel Wissenswertes über die ostpreußische Kultur entdeckt werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder E‑Mail: bildung[At]ol-lg.de erforderlich.
Veranstaltung
Freitag, 16. Januar, 18.30 Uhr: Eröffnung der neuen Kabinettausstellung „Baltische Bildungseinrichtungen. Orte, Akteure und Konzepte“, Eintritt frei.
Bildung ist ein Schlüsselthema der baltischen Geschichte und prägt bis heute das Selbstverständnis Estlands und Lettlands. Über Jahrhunderte beeinflusste die deutsche Oberschicht die Orte, Strukturen und Konzepte der Bildung im Baltikum. Die Eröffnung umfasst eine Einführung in die Ausstellung durch die Mitkuratorin Dr. Silke Pasewalck vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE). Zuvor richtet Prof. Dr. Kerstin von Lingen, Vorsitzende der Verbandsstiftung der Baltischen Ritterschaften, ein Grußwort an die Gäste.
Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E-Mail: info@ol-lg.de erforderlich.
Ausstellung
17. Januar bis 15. März: Kabinettausstellung, Baltische Bildungseinrichtungen. Orte, Akteure und Konzepte.
Bildung ist ein Schlüsselthema der baltischen Geschichte. Über Jahrhunderte beeinflusste die deutsche Oberschicht die Orte, Strukturen und Konzepte der Bildung im Baltikum: von der kirchlichen Bildung im Mittelalter bis zur Hochschulbildung an der Kaiserlichen Universität Dorpat/Tartu.
Die baltischen Bildungseinrichtungen waren Ausdruck einer nach Ständen gegliederten Gesellschaft. Sie zeigten das Ungleichgewicht zwischen Elite und Mehrheitsbevölkerung auf. Gleichzeitig beanspruchten sie in vielerlei Hinsicht ein gerade durch die Aufklärung befördertes idealistisches Versprechen einer Bildung für alle Bevölkerungsteile. Im Laufe der Zeit erlebten diese Einrichtungen zahlreiche Veränderungen. In der ständisch geprägten Gesellschaft bot Bildung oft den einzigen Weg zu sozialem Aufstieg. Bis heute prägt sie das Selbstverständnis Estlands und Lettlands.
Die Ausstellung gibt einen Einblick in einflussreiche Bildungseinrichtungen für Deutschbalten, Esten und Letten. Sie zeichnet so wichtige Etappen der baltischen Bildungsgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart nach.
Westpreussisches Landesmuseum in Warendorf
Veranstaltungsreihe vom 9.11. bis zum 18.01.2026
Mit der neuen Veranstaltungsreihe öffnet das Museum sein „Fenster nach Osteuropa“ und macht aktuelle Entwicklungen in Osteuropa einem breiten Publikum zugänglich. Freuen Sie sich auf zwei Ausstellungen, zwei Lesungen, drei Vorträge und einen Workshop, die unterschiedliche Perspektiven auf diese vielfältige Region eröffnen.
Hier finden sie, weitere Informationen zu Ausstellungen und Veranstaltungen des Westpreussisches Landesmuseum in Warendorf.
Gerhart-Hauptmann-Haus
Düsseldorf – Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Deutsch-osteuropäisches Forum, Bismarckstraße 90. www.g-h-h.de.
Lesung und Gespräch,
Mittwoch, 21. Januar, 19 Uhr: „Alte Wut“ – Warum ich an den Ort reiste, von dem mein Vater einst fliehen musste, Lesung und Gespräch mit der Autorin Caro Matzko. Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und Düsseldorfer Beiträge „Respekt und Mut“.
Hannes Ringlstetter: „Was für eine berührende Geschichte über die deutsche Geschichte und über eine von ihr berührte moderne Frau. Die darüber offen reden und schreiben will, und vor allem ihre damit verbundene eigene Geschichte brillant erzählen kann. Mit vollem Herzen. Caroline Suchmaschine hat mit diesem Buch das für uns Menschen Wichtigste gefunden: Frieden!“
Manchmal sind Erinnerungen kein Paradies, sondern ein Fluch, den man fast nicht vertreiben kann. Als Zehnjähriger floh Caro Matzkos Vater aus Ostpreußen. Er verlor seine Heimat, seine Kindheit und erlebte Dinge, die kein Mensch je vergisst. Achtzig Jahre später reist seine Tochter seine Fluchtroute zurück, auf der Suche nach Antworten, um zu verstehen, warum sich die seelischen Verletzungen ihres Vaters in ihrem eigenen Leben fortpflanzen konnten. Wo liegt der Ursprung ihrer durchlebten Magersucht, ihrer Kämpfe gegen Depression und Burnout? Wie vererben sich Traumata von einer Generation auf die nächste? Mit schonungsloser Ehrlichkeit und unerschrockenem Humor erzählt die Journalistin von einer schmerzhaften Reise, die ihr alles abverlangt. Matzko wurde 1979 in Ulm geboren. Sie hat Kommunikationswissenschaft, Politik und Soziologie studiert und ist Autorin, Journalistin, Key-Note-Speakerin und Moderatorin bei Podiumsdiskussionen sowie im Radio und TV. Sie arbeitet für bayern2, ARD und ARTE und ist Co-Moderatorin der BR-Kultfernsehsendung „Ringlstetter“. Mit ihrer Familie lebt sie in München.
Offene Theaterprobe „Teller im Topf“,
25. Januar, 14, 15 und 16 Uhr, generationenübergreifendes Projekt zu Flucht und Vertreibung.
Die Düsseldorfer darstellende und bildende Künstlerin Marlin de Haan und ihr Team beschäftigen sich mit generationenübergreifenden Überbleibseln von Flucht, Vertreibung und Migration. Sie fragen nach Erinnerungen, den Gedächtnislücken, dem Schweigen, nach Familienrelikten und -ritualen: Wie viel Gegenwart lässt sich damit erzählen? Als Zwischenergebnis der vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW geförderten Arbeitsphase bietet das Team eine offene Theaterprobe von je 30 Minuten zum Hineinschnuppern an. Im Anschluss findet jeweils ein kurzes Publikumsgespräch statt. Die Premiere der Theaterperformance ist für den Herbst 2025 geplant. Eintritt frei! Um Anmeldung wird gebeten unter post[At]marlindehaan.de Kontaktaufnahme und weitere Informationen zum Projekt unter derselben E-Mail-Adresse.
Theaterprojekt zu Flucht und Vertreibung
Donnerstag, 29. Januar, 14 Uhr: „Teller im Topf“, Startpunkt der mobilen Aufführung: FFT Düsseldorf, Konrad-Adenauer-Platz 1.
Wie viel Loslassen braucht das Ankommen? Was macht eine vielfältige Gesellschaft aus? Diesen Fragen widmete sich die Düsseldorfer Künstlerin Marlin de Haan gemeinsam mit ihrem Team in einem generationenübergreifenden Labor im Gerhart-Hauptmann-Haus. Die Teilnehmenden tauschten sich aus über persönliche und weitergegebene Erfahrungen, Flucht und Vertreibung, zurückgelassene Lebensmittelpunkte, neue und alte Heimaten, Rituale und Relikte, Erinnerungen und Erinnerungslücken. Gemeinsam entwickelten sie „Teller im Topf“, einen inszenierten Parcours zwischen Roadmovie und Performance.
Das Besondere: „Teller im Topf“ ist eine mobile Aufführung. Die Zuschauerinnen und Zuschauer begeben sich selbst auf den Weg – ein gemeinsamer Fußmarsch führt während der Performance vom FFT Düsseldorf zum in der Nachbarschaft gelegenen Gerhart- Hauptmann-Haus auf der Bismarckstraße. Der Weg wird Teil der Inszenierung, die Bewegung selbst zum Ritual des Ankommens.
Die Veranstaltung dauert etwa 60 Minuten, Tickets im Vorverkauf über FFT Düsseldorf, www.fft-duesseldorf.de, Telefon (0211) 8767870, E-Mail: info@fft-duesseldorf.de, weitere Aufführungstermine: Sonnabend, 31. Januar, 14 und 16 Uhr, Freitag, 6. Februar, 14 und 16 Uhr, Sonnabend, 7. Februar, 14 und 16 Uhr.
Spielenachmittag im GHH,
Freitag, 16. Januar, 15 Uhr, Anmeldeschluss: Donnerstag, 15. Januar, unter E-Mail: bibliothek@g-h-h.de oder Telefon (0211) 1699-130: Kuriose und außergewöhnliche Gesellschaftsspiele aus Ost und West, Spiele kennen keine Sprachgrenzen, sie bringen Menschen zusammen, fördern den Austausch und machen einfach Spaß. Die Bibliothek im GHH lädt alle ab 14 Jahren zu einem unterhaltsamen Spielenachmittag ein, bei dem außergewöhnliche und kuriose Karten- und Brettspiele aus Ost und West im Mittelpunkt stehen.
Entdecken Sie Klassiker und Raritäten aus unserer Spielesammlung oder bringen Sie eigene Schätze mit. Besonders willkommen sind Spiele mit Bezug zur Geschichte und Geografie Deutschlands und seiner östlichen Nachbarn. Ob alt oder neu, historisch oder kurios: Wir spielen gemeinsam, lernen uns kennen und genießen einen unterhaltsamen Nachmittag.
Seminar in Königswinter-Heisterbacherrott,
Montag, 13. April, bis Freitag, 17. April, Anmeldeschluss ist Mittwoch, 14. Januar, Haus Schlesien, Dollendorfer Straße 422: Geschichte spielend verstehen! Der Ost-West-Konflikt im 20. Jahrhundert, Seminar mit Dr. Sabine Grabowski, GHH. Historische Zusammenhänge sind oftmals komplex und manche Entscheidung der Vergangenheit ist heute schwer nachvollziehbar. Ein Weg, ein Verständnis historischer Ereignisse zu erreichen, ist die spielerische Auseinandersetzung mit der Geschichte. Im geschützten Rahmen des Spiels lassen sich vergangene Entscheidungssituationen nachstellen und können in ihren Bedingungen nachvollzogen werden. Mit verschiedenen Brettspielen aus Ost und West wollen wir uns mit besonderen Gegebenheiten des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen und den das Jahrhundert prägenden Systemkonflikt verstehen. Nach einer historischen Einführung in den jeweiligen Themenbereich werden verschieden komplexe und teils auch kuriose Gesellschaftsspiele gemeinsam gespielt und auf ihre Aussagefähigkeit zur Geschichte des Ost-West-Konflikts geprüft. Ein Besuch der neuen Dauerausstellung im Haus der Geschichte in Bonn rundet das Programm ab.
Weitere Informationen bei Dr. Sabine Grabowski, E-Mail: grabowski@g-h-h.de, Telefon (0211) 1699113. Dieses Seminar der politischen Erwachsenenbildung ist als Bildungsurlaub nach dem Bildungsurlaubsgesetz anerkannt. Bitte melden Sie sich bei der VHS Düsseldorf für die Kursgebühr: https://vhs.duesseldorf.de/vhs/, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und VHS Düsseldorf.
HerStories,
läuft bis 28. Februar – Auf den Spuren jüdischer Frauen in Europa. Die Ausstellung beleuchtet die facettenreiche europäisch-jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive von sieben jüdischen Frauenschicksalen aus Deutschland, Polen, Griechenland, Spanien, Ungarn, der Slowakei und Tschechien: Rosa – Katarína – Ludmila – Irena – Vera – Lisa – Dory. Die Geschichten dieser Frauen führen die Besucher auf eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert, beginnend mit den ersten Jahrzehnten, über die Zwischenkriegszeit, den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust bis hin zur Nachkriegszeit. Die Lebensgeschichten verweben sich zu einem vielschichtigen Bild des Jahrhunderts aus weiblicher Perspektive – Erfahrungen von Verfolgung, Deportation und Flucht sowie von Überleben, Widerstand und neuen Lebensentwürfen nach der Shoah und dem Zweiten Weltkrieg.
Die Ausstellungstafeln zeigen ihr Aufwachsen in der jüdischen Familie vor dem Krieg, behandeln Themen wie Verliebtsein, Schule und alltägliche Hoffnungen und Herausforderungen. Die Interviews, Memoiren und individuellen Berichte der Frauen ermöglichen wertvolle Einblicke in ihre individuellen Leben, ihre Rollen in der Gesellschaft und ihre (Über-)Lebensstrategien während des Krieges. Das Projekt „HerStories“ wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms „Citizens, Equality, Rights and Values“, kurz CERV, kofinanziert. Zu den Partnern gehören Centropa – Zentrum für Jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts e.V. (Hamburg, Deutschland), das Jüdische Museum Galizien (Krakau, Polen), das Jüdische Museum von Griechenland (Athen, Griechenland), Mozaika (Barcelona, Spanien), Centropa Alipitvany (Budapest, Ungarn) und Jugend- und Kulturprojekt e.V. (Dresden, Deutschland). In Kooperation mit: Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e. V. Versöhnung für Europa, läuft bis zum 31. Januar – Das Thema der Ausstellung ist der deutsch-polnische Versöhnungsprozess nach dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere der Brief der polnischen Bischöfe von 1965, der den berühmten Satz „Wir gewähren Vergebung und bitten um Vergebung“ enthält. Der Initiator des Briefes, der katholische Bischof Bolesław Kominek, formulierte den Brief gemeinsam mit den polnischen Bischöfen am 18. November 1965 in Breslau. Zahlreiche Historiker weisen darauf hin, dass ohne den Brief der Prozess der Normalisierung der deutsch-polnischen Beziehungen sehr schwierig gewesen wäre. Der Brief veränderte die Haltung der Polen gegenüber den Deutschen grundlegend und trug dazu bei, dass die westdeutsche Öffentlichkeit die neue Oder-Neiße-Grenze akzeptierte. Die Aussöhnung führte zu einer Stabilisierung der Lage in unserem Teil Europas und ermöglichte nach dem Zusammenbruch des Kommunismus die rasche Osterweiterung der EU. Die deutsch-polnische Ausstellung „Versöhnung für Europa“ erinnert auch an weitere Personen und Initiativen auf polnischer und deutscher Seite, die am Aussöhnungsprozess maßgeblich beteiligt waren, darunter Günter Särchen, Alfons Erb, Walter Dirks, Professor Ludwig Raiser. Gleichzeitig werden historisch relevante Ereignisse thematisiert, wie Willy Brandts Kniefall vor dem Ehrenmal des jüdischen Ghettos in Warschau im Jahre 1970 oder die Heilige Messe in Kreislau [Krzyżowa] am 12. November 1989, bei der Bundeskanzler Helmut Kohl und Tadeusz Mazowiecki, der erste nichtkommunistische Ministerpräsident Polens, Friedensgrüße austauschten. Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Haus Schlesien, dem Zentrum für Erinnerung und Zukunft in Breslau und DPG Köln-Bonn e.V. – Die Ausstellung wurde kofinanziert vom Ministerstwo Kultury i Dziedzictwa Narowodowego/Ministerium für Kultur und Nationales Erbe.