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60 Jahre Gruppe Mönchengladbach

Mönchengladbach – „Fortschritte zu Flucht, Vertreibung, Versöhnung – 60 Jahre Gruppe Mönchengladbach“ lautete das Motto der Zusammenkunft. Die umfangreich angekündigte Veranstaltung hatte eine beträchtliche Anzahl Interessierter aus Mönchengladbach und sogar aus Düsseldorf oder Münster ange­lockt. Im übervollen Saal begann der Vortrag mit einer einschränkenden Bemerkung angesichts der Schwierigkeiten, die – nicht ganz unerwartet – in der Folge der Besetzung der Mitglieder für die „Unselbständige Stiftung“ in Berlin aufgetreten waren. Der Vorsitzende Gerd Schiemann hatte den Gesetzestext zur Veranstaltung mitgebracht und versprach, am Schluß des Vortrages, mehr in Form eines Frage - und Antwortspiels einige Passagen zu zitieren und zu interpretieren. Im Mittelpunkt des Vortrages standen zunächst noch einmal Äußerungen zur der Frage, wie weit die Begriffe Flucht, Vertreibung, Aussiedlung, Umsiedlung in Zukunft noch von großer Bedeutung sein werden. Die Nachbarorte wurden 1914 abgebrannt. Die Großeltern gelangten ab 1925 mit Unglücklichen aus verschiedenen anderen Orten nach Friedrichswalde, Kreis Gerdauen. Dort gab es keinen Bürgermeister mit gewachsenem Kontakt zu seinen Dorfbewohnern, keinen Plan für einen gemeinsamen Treck-Aufbruch. Die Großeltern sind vermißt, die meisten Dorfbewohner versteckten sich in nahen Wäldern. Sie wurden von Sowjets bis 1947 in Friedrichswalde gehalten, dann teils nach Westen abgeschoben, teils aber nach Sibirien verbracht. Nach 1990 wurden mit viel Mühe Dorfbewohner oder Verwandte zum Beispiel in Leipzig oder in Schwerin oder in Zwickau gefunden. Die Leipziger waren also keine Flüchtlinge, vielleicht Vertriebene, jedenfalls seit 1955 in der DDR Lebende und dort Eingebürgerte, jedenfalls weit weg von der Heimat in Ostpreußen. Eine Dame war „Brigadierin“ bei der Leipziger Straßenbahn geworden. Jeder Betroffene kennt entsprechende Beispiele teils bis zum Überdruß. Jedenfalls wurden die Ostpreußen zum Beispiel in unübersehbaren Anzahlen seit 1946 integraler, d.h. nicht wegzudenkender, wesentlicher Bestandteil der das Land Nordrhein-Westfalen nach dem Krieg mühsam wieder aufbauenden Gesamtbevölkerung. Was bleibt also für die Zukunft? Es geht doch zukünftig darum, den aus der Sicht etwa der Ostpreußen unverdienten Verlust der Heimat in Erinnerung zu bewahren, vor allem in der Hinsicht, daß an den Opfern keine irgendwie geartete persönliche oder gruppenmäßige Schuld klebt (Zur Erinnerung: Die Bundesrepublik wurde erst 1973 Vollmitglied der Uno, damals übrigens gleichzeitig mit der DDR). Mit großem Interesse lauschte das Publikum  seiner Ausführung, daß das deutsche Volk in all dem großen Unglück aller einzeln Betroffener so viel mehr Glück gehabt hat als viele andere Völker auf der Erde und daß es gelungen ist, aus dem Kreis der Vertriebenen heraus schon bald nach dem Krieg in Stuttgart am 5. August 1950 eine Charta zu formulieren, die den Gewaltverzicht zum Leitbegriff erhob und zwar nicht aus schlechtem Gewissen sondern in der unverbrüchlichen Erkenntnis, daß Rache, Aufrechnung, Vergeltung nicht weiter helfen. Leider ist das erste Verfassungsziel, das 1949 im Grundgesetz formuliert war, nämlich die Wiederherstellung von Deutschland, nicht verwirklicht worden. Die 1989 erreichte Angliederung mitteldeutscher Staaten ist nicht das ursprüngliche Verfassungsziel. Zum Schluß seiner Ansprache kam ein Zitat aus der Zeitschrift „Der Niederrhein“, 76. Jg., Heft 1, Seite 12: Dort wird beschrieben, wie der preußische König Friedrich Wilhelm I. reagierte, als er in dem durch den Frieden von Utrecht 1713 an Preußen gefallenen Oberquartier Geldern die katholische Wallfahrtsszenerie in Kevelaer beurteilen sollte. Er war wie seine Vorgänger und auch sein Nachfolger Friedrich der Große, der als Sohn 1738 den Vater mit nach Kevelaer begleiten mußte, reformierter Protestant. Dem König gefiel das alles nicht so richtig, aber er sagte: „Je suis protestante, mais je ne vous suis pas contraire“ (Ich bin Protestant, aber ich bin Ihnen nicht feindlich gesinnt). Daran anlehnend hätten die polnischen Staatslenker vielleicht sagen sollen: Ihr Deutschen, ihr wißt ja, wir sind Polen. Irgendwie gefällt uns die Sache nicht ganz. Aber wir werden uns die Sache mal in Ruhe ansehen.

(OB 18.07.2009) Mönchengladbach – Fehlerteufel. Natürlich war der Vortragende auf der Gedenkstunde der Gruppe zum 60jährigen Bestehen der Landsmannschaft Ostpreußen Gerd Schiemann und nicht der Erste Vorsitzende Herbert Schrade. Auf der zeitgleich abgehaltenen Jahreshauptversammlung wurden die üblichen Regularien ohne Beanstandung abgehalten. Vorstands- oder Ergänzungswahlen standen nicht an. – Zusammen mit anderen Gruppen, vor allem mit Hilfe der Pommern, veranstaltete die Gruppe ein Frühlingsfest. Erfolg und Resonanz waren derart groß, daß man im Gegensatz zu früheren Jahren auch ein großes Herbst- und Erntedankfest am 10. Oktober gemeinsam feiern will.

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt, Ausgabe 27/09 v. 04.7.2009


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